Wenn man auf ein bestimmtes Thema oder Problem aufmerksam machen möchte, dann erklärt man nicht selten irgendeinen Tag des Jahres zum Tag des betreffenden Themas. So gibt es den „Muttertag“, den zumeist feucht-fröhlichen „Vatertag“ oder den Tag des was-auch-immer. Heute, am 6. Oktober 2012, ist der sechste „Deutsche Tafel-Tag“ und damit ein sozialpolitisch interessantes Datum. An diesem Samstag wollen die Tafeln ein Zeichen gegen Lebensmittelverschwendung sowie gegen soziale Ausgrenzung der von Armut betroffenen Menschen in Deutschland setzen: mit Langen Tafeln, Tagen der offenen Tür, Filmvorführungen, Diskussionsveranstaltungen, Bürgerfesten usw.
Vor diesem Hintergrund soll hier ein Blick geworfen werden auf diesen relativ neuen, aber in den vergangenen Jahren stark expandierenden Teil der Antwortversuche auf das Armutsproblem in unserer Gesellschaft.
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Immer diese thematischen Überschneidungen: Da konnte gestern berichtet werden über einen Vorstoß der Bertelsmann-Stiftung, die mit Hilfe einer neuen Studie versucht, Reformen bei den Minijobs und dem Ehegattensplitting anzustoßen – und heute geistern neue Zahlen zur einer ganz bestimmten Form der Minijobs durch die Medien: Den Zweitjob, also eine geringfügige Beschäftigung, die neben einer ebenfalls vorhandenen „normalen“, oftmals vollzeitigen Beschäftigung ausgeübt wird.
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Das ist mal eine Meldung: „Reformen bei Minijobs und Ehegattensplitting könnten 60.000 neue Vollzeitstellen schaffen“. Gleich zwei der seit langem höchst umstrittenen Regelungen mit erheblichen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt werden hier auf den Prüfstand gestellt und erhebliche Veränderungen vorgeschlagen. Und von wem? Von den Linken, den Gewerkschaften oder anderen Splittergruppen in unserer Gesellschaft? Nein, diesmal hat die Bertelsmann-Stiftung zugeschlagen.

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04.10.2012, Düsseldorf

„Ideen brauchen Ressourcen. Gesellschaft braucht Werte. Wir brauchen eine andere Ökonomie“
Vortrag auf der Fachtagung „Altenarbeit im Gemeinwesen. Demografisch geboten – politisch notwendig – verlässlich finanziert“ des Bundesverbandes der Diakonie, der Diakonie Rheinland-Westfalen-Lippe und des Evangelischen Erwachsenenbildungswerks Nordrhein
sowie anschließend

„Mehr Phantasie! Ein moderierter Trialog“ mit Franz Müntefering, Prof. Dr. Stefan Sell und Ulrich Christofczik

In der heutigen Medienwelt scheint es eine Art Naturgesetz zu sein, Themenhopping zu betreiben, also nach einer schnellen und zumeist zwangsläufig oberflächlich bleibenden Befassung mit etwas zum nächsten Thema zu springen und die weitere Entwicklung des vorangegangenen Themas aus den Augen zu verlieren. Hier wurde zugesagt, in regelmäßigen Abständen über die Situation der ehemaligen Schlecker-Mitarbeiterinnen zu berichten. Diese Zusage soll auch eingehalten werden.
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In den vergangenen Wochen sind die kapitalgedeckten Altersvorsorgeinstrumente, dabei vor allem die erheblich über Steuermittel subventionierten „Riester-Renten“-Verträge, erneut in schweres Fahrwasser geraten, was in regelmäßigen Abständen wellenförmig passiert. Gleichsam aus dem Windschatten der Debatte über eine drohende Zunahme der Altersarmut und den Vorstößen der Bundesrentenministerin von der Leyen (Stichwort „Zuschussrente“) hervortretend, wurde wieder einmal die grundsätzliche Frage aufgeworfen, ob das eigentlich überhaupt Sinn macht mit dem „riestern“.
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