Die einen wollen Tariflöhne in der Altenpflege, die anderen die Arbeitgeber genau davor bewahren. Der Weg wird kein einfacher sein.
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Interviewpartner in der Reportage „Jobs mit Herz“ (MDR-Fernsehen) am 27.06.2018
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Foto: © D. Müller

„exakt“-Reporter testen im Selbstversuch Jobs, die gesellschaftlich zwar hoch angesehen sind, aber nur mäßig bis schlecht bezahlt: zum Beispiel beim mobilen Pflegedienst und in der Kita. In diesen Bereichen darf neben aller praktischen Hilfe auch das Menschliche nicht zu kurz kommen. Doch Zeitdruck, strenge Vorgaben und Papierkram machen das fast unmöglich. Die „exakt“-Reporter erleben bei ihren Praktika Pfleger und Erzieher, die ihre Arbeit lieben und mit der mäßigen Bezahlung leben können, aber unter dem permanenten Zeitdruck und Personalnot leiden. Als Kontrast dazu sind die Reporter in einem Chemnitzer Hospiz, wo Schwestern und Ärzte unter Bedingungen arbeiten, von denen Kollegen im normalen Klinikalltag nur träumen können. Bedingungen, die den letzten Weg der Patienten würdevoll gestalten. „Jobs mit Herz“, das sind auch die Tätigkeiten, bei denen es um die Versorgung der sozial Schwachen geht und die die Gesellschaft zusammen halten: das Netz der Tafeln und Sozialkaufhäuser, das sich auf Ehrenamtliche und geringfügig Beschäftigte stützt. Auch hier arbeiten „exakt“-Reporter mit und treffen Mitarbeiter, die häufig selbst kaum mehr in der Tasche haben als ihre Kunden.

Mindestlohn: Wer den Cent nicht ehrt …? Eine Anhebung um 51 Cent brutto, gestreckt über zwei Jahre. Ab 2019.
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Interview zum Thema „Anhebung des gesetzlichen Mindestlohnes – Vorschlag der Mindestlohnkommission“ in der Sendung „Wirtschaft am Mittag“ (Deutschlandfunk) am 26.06.2018
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