Die sozialen Folgen der Inflation

Interviewpartner in der Sendung „Ganz schön aufgeblasen – die Inflation“ (HR2 Kultur) am 29.11.2021
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»Unser Gefühl trügt nicht: Es wird tatsächlich vieles teurer! Erst im Oktober ist die Inflationsrate in Deutschland wieder einmal nach oben geschnellt, auf 4,5 Prozent. Und wenn jetzt das Statistische Bundesamt die ersten Daten für November vorlegt, ist es eher unwahrscheinlich, dass dieser Wert deutlich sinkt. Nicht nur Strom, Sprit oder Heizöl legen zu, sondern auch viele andere Dinge des täglichen Bedarfs. Ein Problem vor allem für Menschen, die ohnehin schon wenig Geld haben. Warum bekommen wir die Inflation gerade nicht in den Griff – trotz Bundesbank, EZB und vielen Fachleuten in der Politik? Ist ein gewisses Maß an Inflation vielleicht sogar gewollt?«

Pflege in den Krankenhäusern: Fünf nach und nicht vor zwölf

Interview in der Sendung „Bilanz am Mittag“ (SR 2 Kultur) am 17.11.2021: Sozialexperte: „Wir stehen vor den Scherben einer langjährigen Entwicklung“
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»Prof. Dr. Stefan Sell, Experte für Sozialpolitik an der Hochschule Koblenz, hat im Gespräch mit SR-Moderatorin Katrin Aue kaum ein gutes Haar an der deutschen Gesundheitspolitik der letzten Jahrzehnte gelassen. Die Reform des Jahres 2004 sei zwar gut gemeint gewesen, habe sich aber schon vor Jahren als „Schuss ins Knie“ erwiesen“. Die „Sprüche“, nach denen „die Pflegeberufe aufgewertet“ werden sollten, habe es auf Regierungsebene schon „vor 10, 15 Jahren“ gegeben. Doch die Forderungen seien eben „nicht oder nur in molekularem Umfang“ realisiert worden, so Sell.«

Kranke Häuser

Interview zum Thema „Bedrohliche Lage in vielen Kliniken – Weshalb die Krankenhäuser krank sind“ in der Sendung „Journal am Morgen“ (SWR2) am 05.11.2021
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Aus der Welt der modernen Dienstboten

Interviewpartner im Beitrag „Lieferdienste: Millionenrendite auf Kosten der Fahrer?“ des Politikmagazins „Monitor“ (ARD) am 28.10.2021
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Lieferdienste wie „Gorillas“, „Flink“ und Co. gehören zu den Gewinnern der Corona-Pandemie – und sammeln Milliarden an Investorengeldern ein. Ein Hype mit Schattenseiten. Man tue „Alles für die Rider“, sagt etwa „Gorillas“. Doch viele der Fahrer erheben schwere Vorwürfe: Sie würden ausgenutzt und unter Druck gesetzt, Mitbestimmung werde verhindert. Kritiker warnen vor einem flächendeckenden Abbau von Arbeitnehmer-Rechten.

Lkw-Fahrer – die fehlen nicht nur auf der Insel

Interview in der Sendung „Ausgebremst? Mythos Trucker-Romantik“ (HR2 Kultur) am 27.10.2021
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»Sie sind die Könige der Landstraße, Herrscher über hunderte von Pferdestärken und allein hinterm Steuer am glücklichsten. So geht die Mär, allein glauben kann man sie nicht mehr. Denn man sieht die Staus, die verstopften Rasthöfe, die knallhart vorgeschriebenen Arbeits- und Ruhezeiten. Man weiß von der schlechten Bezahlung in Osteuropa und der immens hohen Verantwortung auf den Straßen. Und weil der Job immer unattraktiver wird, fehlen überall Kraftfahrer, aber nicht nur deshalb. In Großbritannien zum Beispiel sind über 100.000 Stellen vakant, seit Osteuropäer das Land nach dem Brexit verlassen mussten. Doch ist das überhaupt ein Mangel? Wäre es nicht an der Zeit, eine neue Verkehrswende einzuleiten und Frachtgüter auf Schiff und Schiene zu verlagern? Wohin geht die Reise der europäischen LKW-Fahrer?«

Ein umstrittenes Terrain: Die Rente

Studiogast in der Sendung „Immer mehr Menschen im Ruhestand. Muss Rente neu gedacht werden?“ (Deutschlandfunk) am 27.10.2021 (10:00 – 11:30 Uhr)
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Gäste:
➞ Verena Bentele, Präsidentin des Sozialverbandes VdK
➞ Dr. Reinhold Thiede, Leiter des Geschäftsbereichs Forschung und Entwicklung der Deutschen Rentenversicherung Bund
➞ Prof. Dr. Stefan Sell, Sozialwissenschaftler, Hochschule Koblenz
➞ Volker Finthammer, Deutschlandfunk, Hauptstadtstudio Berlin

»Rentnerinnen und Rentner wie heute: das Statistische Bundesamt bemisst den Anteil der über 65-Jährigen auf mehr als 18 Millionen, das sind gut 20 % der Gesamtbevölkerung. Wenn nun die geburtenstarken Jahrgänge ins Rentenalter kommen, wird die Zahl deutlich steigen. Bis zum Jahr 2030 rechnet man damit, dass nur noch zwei Erwerbstätige für eine Rente aufkommen müssen. Gilt der Generationenvertrag dann noch? Oder müssen wir schon jetzt die Weichen stellen für eine neue Form der Alterssicherung? Von der neuen Regierung werden Antworten dazu erwartet. Doch welche Alternativen stünden überhaupt zur Verfügung? Ist ein gesetzlich verankerter Aktienfond die Lösung? Oder die Stärkung der Betriebsrenten? Oder muss schon jetzt jeder für sich selbst vorsorgen?«