„Für das Wirtschaftsministerium sind wir nicht ökonomisch genug, für das Sozialministerium nicht sozial genug und für das Finanzministerium nicht liquide genug“, so die junge Unternehmerin Sina Trinkwalder. Das Zitat stammt aus einem Artikel, der – sollte er denn der Wahrheit nahekommen – begeistern kann angesichts der Ideen und der Umsetzung, über die hier berichtet wird.
Sorgenkind und Großbaustelle – eine praxisorientierte kritische Sicht auf das Hartz IV-System: Man kann sich mit guten Argumenten einen heftigen Schlagabtausch liefern, ob die Hartz-Reformen nun positive Wirkungen hatten oder nicht doch als sozialpolitisches Teufelszeug in die Geschichte eingehen werden. Hier stehen sich zwei Lager sehr kontrastierend gegenüber. Aber die Diskussion führt aus der Sicht der Praktiker nicht weiter, denn die müssen – auf ganz unterschiedlichen Ebenen und in verschiedenen Handlungsfeldern – das ausbaden, was sich mittlerweile als „Hartz IV-Bürokratie“ auskristallisiert hat. Und völlig unabhängig davon, ob man der Philosophie und den praktischen Umsetzungen der Hartz-Reformen positiv oder negativ gegenübersteht – eines muss man derzeit zur Kenntnis nehmen: Massive handwerkliche Problemzonen charakterisieren das rechtliche Gebäude SGB II, vor allem hochproblematische „unbestimmte Rechtsbegriffe“.
Bevor das Thema wieder in der Versenkung verschwindet: Vor zehn Jahren wurde der Abschlussbericht der Hartz-Kommission übergeben – Über die geheimen Netzwerke hinter den Arbeitsmarktreformen berichtet die Rechtswissenschaftlerin Helga Spindler.
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Arbeitslose in die Kita – Wer soll unsere Kinder erziehen?
Studiogäste: Rahel Dreyer und Stefan Sell
Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton – Im Gespräch, 18.08.2012, 9:05 – 11:00 Uhr
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