„Verschleiern, verschweigen, verwirren, Kontrolle verhindern“: In den vergangenen Tagen war das Thema Rente und Altersarmut wieder mal auf dem Radarschirm der Berichterstattung, ausgelöst durch die Zahl der arbeitenden Rentner und deren erheblicher Anstieg. Zum Themenfeld Altersvorsorge gehört aber auch die „Riester-Rente“. Und hier gibt es schon seit langem neben einer grundsätzlichen Kritik an der damit verbundenen Privatisierung eines Teils der Altersvorsorge (und der parallel vorgenommenen Absenkung des Sicherungsniveaus der gesetzlichen Rente) eine Infragestellung der Kosten-Nutzen-Relation der mit ganz erheblichen staatlichen Mitteln subventionierten privaten Altersvorsorge, die vor allem darauf abstellt, dass zu viel Geld in den Taschen der Versicherungen verschwindet.
Hier schon mal rechtzeitig die Ankündigung für alle, die am Sonntag gerne im Bett frühstücken und dabei eine interessante Talkshow anschauen möchten:
Am kommenden Sonntag, dem 2. September, gibt es im WDR-Fernsehen in der Sendereihe „West ART Talk“ in der Zeit von 11:00 – 12:25 Uhr eine Sendung zum Thema „Gut gemacht oder nur gut gemeint? Zehn Jahre Hartz-Reformen„.
Neben meiner Person werden an diesem Talk teilnehmen: Heinz Buschkowsky, der sprachgewaltige Bürgermeister von Berlin-Neukölln, Isolde Kunkel-Weber, die Mitglied der „Hartz-Kommission“ war und damit zurecht als Insiderin bezeichnet werden kann, der ostdeutsche Schriftsteller Ingo Schulze sowie Patrick Häßicke, der 23-Jährige hat vier Jahre lang von Hartz IV gelebt. Jetzt macht er eine Ausbildung zum Schornsteinfeger. Das ist doch mal eine ganz nette Zusammenstellung. Ich jedenfalls freue mich auf die Talksendung am Sonntag.
Interviewpartner im Beitrag „Beurteilt von Fremden – Arbeitszeugnisse im Akkord“ im Politikmagazin „Frontal 21“ (ZDF) am 28.08.2012, 21:00 – 21:45 Uhr
Zugeschaltetes Studio-Interview zum Thema „Mehr Rentner gehen arbeiten“ in der Nachrichtensendung „MDR aktuell“ (MDR-Fernsehen) am 28.08.2012, 21:45 – 22:05 Uhr
Da ist es wieder, mein Thema „Betreuungsgeld“. Die SPD-Bundestagsfraktion hat ein Rechtsgutachten in Auftrag gegeben, mit dem eine mögliche Verfassungswidrigkeit der geplanten neuen Leistung beurteilt werden soll. Der Staatsrechtler Prof. Dr. Joachim Wieland hat dieses Gutachten erstellt.
„Bei den 120.000 über 75-jährigen Minijobbern wird es sich nicht um Universitätsprofessoren handeln, die gerne länger arbeiten wollen“, so das Zitat der Woche von Ulrike Mascher, Vorsitzende des Sozialverbands VdK. Irgendwie plausibel. Warum aber greift Frau Mascher zu diesen Worten? Es handelt sich um die Antwort auf den Interpretationsversuch von Holger Schäfer, Arbeitsmarktexperte des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), zu neuen Daten über die Erwerbstätigkeit von Rentnern.
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