Sorgenkind und Großbaustelle – eine praxisorientierte kritische Sicht auf das Hartz IV-System: Man kann sich mit guten Argumenten einen heftigen Schlagabtausch liefern, ob die Hartz-Reformen nun positive Wirkungen hatten oder nicht doch als sozialpolitisches Teufelszeug in die Geschichte eingehen werden. Hier stehen sich zwei Lager sehr kontrastierend gegenüber. Aber die Diskussion führt aus der Sicht der Praktiker nicht weiter, denn die müssen – auf ganz unterschiedlichen Ebenen und in verschiedenen Handlungsfeldern – das ausbaden, was sich mittlerweile als „Hartz IV-Bürokratie“ auskristallisiert hat. Und völlig unabhängig davon, ob man der Philosophie und den praktischen Umsetzungen der Hartz-Reformen positiv oder negativ gegenübersteht – eines muss man derzeit zur Kenntnis nehmen: Massive handwerkliche Problemzonen charakterisieren das rechtliche Gebäude SGB II, vor allem hochproblematische „unbestimmte Rechtsbegriffe“.
Bevor das Thema wieder in der Versenkung verschwindet: Vor zehn Jahren wurde der Abschlussbericht der Hartz-Kommission übergeben – Über die geheimen Netzwerke hinter den Arbeitsmarktreformen berichtet die Rechtswissenschaftlerin Helga Spindler.
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Arbeitslose in die Kita – Wer soll unsere Kinder erziehen?
Studiogäste: Rahel Dreyer und Stefan Sell
Deutschlandradio Kultur, Radiofeuilleton – Im Gespräch, 18.08.2012, 9:05 – 11:00 Uhr
abgerufen werden:
Am morgigen Samstag, dem 18.08., bin ich Studiogast in der zweistündigen Sendung „Radiofeuilleton – Im Gespräch“ bei Deutschlandradio Kultur mit Hörerbeteiligung, in der Zeit von 9:05 Uhr bis 11:00 Uhr.
Thema: Arbeitslose in die Kita – Wer soll unsere Kinder erziehen?
Gäste: Prof. Dr. Stefan Sell, Direktor des Instituts für Bildungs-u. Sozialpolitik der Hochschule Koblenz und Prof. Dr. Rahel Dreyer, Professorin für Pädagogik und Entwicklungspsychologie der ersten Lebensjahre an der Alice Salomon Hochschule Berlin
Interviewpartner im Beitrag „Alt und arm“ des Magazins „Reiss & Leute“ (SWR-Fernsehen) am 15.08.2012, 18:10-18:40 Uhr
Ein 88-jähriger Mann lebt auf wenigen Quadratmetern in einer Gartenhütte ohne Bad und Toilette. Ein krasses Beispiel aus Trier, wo besonders viele alte und arme Menschen leben. Die ehrenamtlichen Mitarbeiter der Tafel haben alle Hände voll zu tun. Wir fragen nach Ideen und Konzepten zur Bekämpfung der Altersarmut.
Auf der Facebook-Seite von „Aktuelle Sozialpolitik“ wurde ja schon mehrfach über die Situation der Beschäftigten des Einzelhandels – ob nun bei Schlecker, bei Netto oder anderen Unternehmen – berichtet. Und dies im Regelfall sehr kritisch, weil es genau darüber leider auch viel zu berichten gibt. Ist es vor diesem Hintergrund nicht eine hervorragende Idee, bei all den Negativschlagzeilen auch mal die guten Beispiele zu benennen und damit ein wenig die Aufmerksamkeit auf sie zu lenken?