Hier nicht vergessen – die ehemaligen Schlecker-Beschäftigten. Deshalb mal wieder ein Update über ihre Situation. Nach der Insolvenz der Drogeriemarktkette haben zwischen Januar und August 2012 deutschlandweit mehr als 27.000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verloren. Zumindest einige werden sich noch erinnern, welche vollmundigen Versprechen manche Politiker und Wirtschaftsvertreter gegeben haben, als die Frauen in die offene Arbeitslosigkeit geschickt wurden – neben nicht eingehaltenen, weil gar nicht einhaltbaren Versprechen, sie in beschäftigungssichere Bereiche wie Pflege oder Kinderbetreuung zu qualifizieren wurde vor allem getönt, der Einzelhandel würde so viele offene Jobs haben, dass vermittlerische Aktivitäten von Erfolg gekrönt sein müssen. Schon damals wurde von einigen – auch auf dieser Seite – darauf hingewiesen, dass es nicht so einfach werden wird.
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Es gibt einige soziale Probleme in unserem Land, die selten, zuweilen auch nie in das Scheinwerferlicht der medialen Aufmerksamkeit geraten – und auch der Normalbürger wird nur selten mit den dahinter stehenden Menschen konfrontiert. Dazu gehört mit Sicherheit die Obdachlosigkeit bzw. die Wohnungslosigkeit. Hin und wieder werden wir in den Fußgängerzonen Zeugen, dass es Menschen gibt, die „auf der Straße“ leben. Aber viele der Betroffenen tauchen unter, sie entziehen sich unserer Wahrnehmung und was in diesem Fall noch bedeutsamer ist – es gibt sie eigentlich nicht, wenn man das daran festmacht, dass sie als Wohnungslose gar nicht erfasst werden, denn bis heute weigert man sich in der Politik beharrlich, eine bundeseinheitliche Wohnungsnotfall-Berichterstattung auf gesetzlicher Grundlage einzuführen. Keine Zahlen, kein Problem, könnte man denken. Ist aber nicht so. Und wenn wir an wohnungslose, auf der Straße lebende Menschen denken, dann denken die meisten an Männer, vom Alkohol und Krankheit gezeichnete Männer, die uns wie gesagt ab und an begegnen. Aber es gibt auch wohnungslose Frauen, die es oft noch mal schwerer haben.
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Bekanntlich gibt es immer mindestens zwei Seiten einer Angelegenheit. So ist das auch bei dem hier immer wieder aufgerufenen Thema Kindertagesbetreuung (die zugleich auch Bildung und Erziehung der Kinder sein soll und muss, was aber gerade in der aktuellen Debatte irgendwie untergeht). Aber beginnen wir heute mal nicht mit dem Hinweis auf Missstände, Probleme oder andere negative Aspekte des Themas (die kommen dann auch noch dran), sondern schauen wir mal über den Tellerrand unseres Landes – nach Schweden beispielsweise.
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15.04.2013, Berlin
Anhörung als Sachverständiger im Ausschuss für Arbeit und Soziales des Deutschen Bundestages zum Thema „Sozialer Arbeitsmarkt“
>> Deutscher Bundestag: Experten äußern sich zum „sozialen Arbeitsmarkt“
Immer dieser Mindestlohn. Es gehört keine prognostische Kraft dazu, hier eines der Themenschlachtfelder des anlaufenden Bundestagswahlkampfs zu identifizieren. Genau vor diesem Hintergrund sind die neuerlichen Ankündigungen – denn um mehr handelt es sich (noch) nicht – seitens der CDU zu sehen, „Lohnuntergrenzen“ (und zwar ziemlich viele, wenn man dem bisherigen Konzept folgt) in den Bereichen und Regionen von Kommissionen aus Arbeitgebern und Gewerkschaften festlegen zu lassen, in denen es keine tarifvertraglichen Regelungen gibt. Die beiden Oppositionsparteien SPD und Grüne wie auch der DGB werben hingegen für eine Zahl: 8,50 Euro pro Stunde und dies als „gesetzlicher Mindestlohn“ für alle und jeden. Die Linken tanzen mal wieder aus der Reihe und legen noch eine Schippe drauf: Bei Ihnen sind es 10 Euro.
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12.04.2013, Berlin
„Welche finanziellen Ressourcen benötigt die Kindertagespflege?“
Vortrag auf der Fachtagung „Ein Blick in die Zukunft: Kindertagespflege in 10 Jahren – Was braucht die Praxis?“ des Bundesverbandes für Kindertagespflege