Seit Jahren wird in Deutschland eine Teil-Akademisierung der Erzieher/innen-Ausbildung gefordert und seit 2004 gibt es die ersten Studiengänge im Bereich der Frühpädagogik. Dem vorausgegangen war ein jahrelanger Kampf um eine auch akademisc
he Qualifizierung des Personals in den Kindertageseinrichtungen. Immer wieder war und wird man konfrontiert mit dem Standpunkt, dass für das, was da gemacht wird in den Kitas, eine akademische Qualifizierung nicht erforderlich sei – in einer nicht selten anzutreffenden extremen Zuspitzung wurde das „Argument“ von der „guten Mutter“ vorgetragen, die das alles wunderbar hinbekommen kann mit den kleinen Kindern.

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Haben wir eine Art vorgezogenes „Sommerloch“, also nicht meteorologisch gesehen, sondern hinsichtlich der Nachrichtenlage? Wenn man die folgende Schlagzeile liest, könnte man durchaus zu einem solchen Befund kommen: „Arbeitgeber wollen Elternzeit radikal kürzen“. Schauen wir uns das mal genauer an.

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Immer
wieder muss man einen genauen Blick hinter die Glitzerfassade des deutschen
Jobwunders werfen. Und wenn man das macht, dann erreichen einen ganz andere
Berichte aus den Kelleretagen des Arbeitsmarktes, als es die Jubelmeldungen in
vielen Medien nahelegen. In diesem Zusammenhang wird dann beispielsweise immer
wieder auf die „Niedriglöhne“ verwiesen, zu denen viele Menschen in
unserem Land arbeiten müssen – aber was muss man sich unter einem solchen
Begriff vorstellen? Hier soll nun gerade nicht die gleichsam offizielle
Definition der OECD und der EU herangezogen werden, sondern wir schauen mal
nach Ostdeutschland, genauer: In den Landkreis Dahme-Spreewald. Da gibt es
nämlich ein Jobcenter, das „sittenwidrige Löhne“ ins Visier genommen
hat.
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15.11.2012, Düsseldorf

„Volkswirtschaftliche und sozialpolitische Aspekte der Kindergrundsicherung“

Vortrag auf dem Workshop „Kindergrundsicherung“ der Landesarbeitsgemeinschaft der Arbeiterwohlfahrt Nordrhein-Westfalen mit dem Zukunftsforum Familie (ZFF)

=> Bündnis Kindergrundsicherung (2012) „Kinder brauchen mehr. Unser Vorschlag für eine Kindergrundsicherung“ >> PDF

Neue Veröffentlichung:

Sell, S. (2012): Als Tiger gesprungen, als Bettvorleger gelandet? Eine Bestandsaufnahme des Kita-Ausbaus für Kinder unter drei Jahren,

in: Welt des Kindes, Heft 6/2012, S. 15-18

Was für eine „überraschende“ Meldung: „Kommunen befürchten Betreuungsgeld-Missbrauch“:
>> Das Betreuungsgeld soll ab August 2013 bezahlt werden. Doch ob ein Kind, dessen Eltern die Leistung in Anspruch nehmen, tatsächlich keine öffentliche Kita besucht, lässt sich gar nicht kontrollieren. <<
Auf genau diesen Aspekt wurde beispielsweise auf dieser Seite schon im September hingewiesen: http://www.facebook.com/aktuelle.sozialpolitik/posts/464757666880801. Ich habe damals vor dem Hintergrund des Gesetzentwurfs kommentiert:
>> Im Gesetzentwurf ist vorgesehen, dass man die Leistung bekommt, wenn keine öffentlich geförderte Betreuung in einer Kita oder in der Tagespflege in Anspruch genommen wird – das hört sich so einfach an, bedeutet aber in der Praxis einen erheblichen Aufwand, denn es ist gerade nicht so, dass in den Kommunen zentral erfasst ist, welches Kind wo oder nicht in öffentlicher Förderung betreut wird. Das muss alles erst aufgebaut werden. Und dann muss ja regelmäßig überprüft werden, ob sich die Leistungsvoraussetzungen verändert haben. Wenn man das jetzt weiter aufweicht und sagt, eine Halbtags-Betreuung ist unschädlich für den Bezug der neuen Leistung, dann muss man erst einmal genau definieren, was eine Halbtags-Betreuung ist (und wann nicht mehr) und hier ebenfalls Abweichungen regelmäßig erfassen. Und wenn die mal vorübergehend mehr in Anspruch nehmen? Oh Gott, Fragen über Fragen, die sich die Theoretiker gar nicht vorstellen wollen, die sich aber in der Praxis einfach stellen. <<
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