Da kommt die nächste Sau, die durchs „familienpolitische“ Dorf getrieben werden soll: Gerade erst haben die Koalitionsfraktionen das wahrlich umstrittene Betreuungsgeld verabschiedet, u.a. mit der offiziellen Begründung, man wolle einen Beitrag leisten zur „Wahlfreiheit“, auch zu Hause zu bleiben und sich ums Kind kümmern zu können, da muss man sich erstaunt die Augen reiben, wenn man nun erfährt: „Damit Frauen wieder arbeiten gehen, will die Union ihnen im Haushalt helfen: Bis zu 18 Monate lang sollen sie finanzielle Förderung erhalten, wenn sie Putzhilfen einstellen“.
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Die Ereignisse rund um die kritische Predigt eines katholischen Geistlichen in Niedersachsen über die skandalösen Arbeitsbedingungen ausländischer Beschäftigter in der niedersächsischen Fleischindustrie mit der Folge, dass der Prälat ein abgezogenes Kaninchenfell plus Kopf als „Gruß aus der Fleischbranche“ vor seine Tür gelegt bekommen hat, müssen jenseits dieses leider nur auf den ersten Blick eher skurril daherkommenden Einzelfalls eingeordnet werden in eine hoch problematische generelle Entwicklungslinie.
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Heute wird wieder viel Geld verbrannt in Remagen – und viele neue, sinnlose Überstunden für die Polizeibeamten fallen an, weil wie jedes Mal um diese Zeit ein Haufen durchgeknallter Neonazis ihren nur peinlich zu nennenden „Gedenkmarsch“ zur Schwarzen Madonna machen, um – direkt gegenüber unserer Hochschule – ihre skurrile Kundgebung abzuhalten. Ich werde wie jedes Jahr an der Hochschule direkt bei der Kundgebung meine Abscheu zum Ausdruck bringen.
Mittlerweile regt sich auch in der Stadt ein größer werdender Widerstand gegen diesen braunen Spuk und es wird heute einen „Tag der Demokratie“ geben in Remagen.
In diesem Zusammenhang eine Meldung, dass auch die älteren Semester die Schnauze voll haben und ihre Meinung kund tun wollen. Denn der Kundgebungszug der braunen Nasen geht jedes Jahr vorbei an einem Seniorenzentrum. Und die haben sich dieses Jahr was ganz besonders ausgedacht:

>> Der Seniorenbeirat der Stadt Remagen hat sich in deutlicher Form gegen den geplanten Aufmarsch der Neonazis am 24. November positioniert. An der Fassade der örtlichen Seniorenresidenz wurde ein 3,40 mal 1,75 Meter großes Transparent angebracht, dass der Grafiker Peter Kessler entworfen hat. Mit dem Transparent verpassen die Senioren den Rechtsextremisten symbolisch einen Tritt in den Allerwertesten.
Der geplante Naziaufmarsch soll direkt an der Seniorenresidenz vorbeiführen. Die Senioren planen dazu einen „Empfang“ der besonderen Art. Sie wollen das Lied „Arsch huh, Zäng ussenanner“ der Gruppe BAP spielen und beweisen damit Zivilcourage. <<


Das ist rheinischer Widerstand vom Allerfeinsten 🙂

Die folgende Geschichte kommt wie aus einem schlechten Fernsehfilm daher – tatsächlich spielt sie im an und für sich beschaulichen niedersächsischen Vechta:
Niedersachsen: Gruß aus der Fleischbranche
Prälat Peter Kossen im niedersächsischen Vechta findet ein abgezogenes Kaninchenfell vor seinem Haus. Er hatte gegen die kümmerliche Bezahlung und die Wohnverhältnisse ausländischer Beschäftigter in der Fleischproduktion gepredigt.
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23.11.2012, Würzburg

„Das System vom Kopf auf die Füße stellen“

Vortrag auf der Fachtagung „Jugendberufshilfe/Berufliche Bildung: Auslaufmodell oder Aufbruch? Eine Strategiewerkstatt“. Eine Kooperationsveranstaltung von Evangelischen Erziehungsverband (EREV(, Bundesverband Katholischer Einrichtungen und Dienste (BVkE), Evangelischer Fachverband für Arbeit und soziale Integration (EFAS), Katholische Jugendsozialarbeit (KJS) und Bundesarbeitsgemeinschaft Evangelische Jugendsozialarbeit (BAG EJSA)

In der Rentendebatte geht es bekanntlich drunter und drüber und die Verunsicherung großer Teile der Bevölkerung ist enorm – gerade unter den jüngeren Jahrgängen. Wir sind jetzt und werden immer stärker konfrontiert mit den Auswirkungen der letzten großen „Rentenreformen“, vor allem mit den Folgen der noch unter der rot-grünen Bundesregierung beschlossenen Absenkung des Rentenniveaus sowie die Einführung einer (nicht-obligatorischen) privaten Altersvorsorge. Hier liegt in Verbindung mit den Veränderungen auf den Arbeitsmärkten, die wir vor allem seit Ende der 1990er Jahre beobachten müssen, der Ursprung vieler aktueller Debatten, von der (anwachsenden) Altersarmut bis hin zu der Frage nach der Sinnhaftigkeit bzw. Sinnlosigkeit der „Riester-Rente“.
Immer wieder wird in diesem Kontext die betriebliche Altersvorsorge als ein Lösungsansatz für ein besseres Absicherungsniveau genannt. Die SPD will die Betriebsrenten sogar massiv ausbauen und fördern. Bereits heute gibt es eine nicht unerhebliche staatliche Förderung der betrieblichen Altersvorsorge, in deren Mittelpunkt die so genannte „Gehaltsumwandlung“ steht. Auf den ersten Blick eine lohnende Sache.
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