Da war doch noch was: Ein Arbeitskampf => ein Schlichtungsergebnis => dessen Ablehnung von unten => neue Verhandlungen nach der Wiederwahl des Vorsitzenden => eine Wiederauferstehung des Schlichtungsergebnisses, garniert mit kosmetischen Korrekturen.
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Stefan Sell
„Werkverträge entlang der Wertschöpfungskette“
Vortrag auf der Aktionskonferenz der IG Metall Homburg-Saarpfalz „Wir für faire Arbeit – gegen Missbrauch von Werkverträgen“
Jörg Köhlinger, der neue Leiter des IG Metall-Bezirks Mitte, auf der Aktionskonferenz zum internationalen Tag gegen prekäre Beschäftigung in Homburg am 07.10.2015.
Foto: © Stefan Sell
im Beitrag „Leiharbeit als Dauerzustand – Unsicher und unterbezahlt“ des
Politikmagazins Frontal 21 (ZDF) am 06.10.2015
vergangenen zehn Jahren mehr als verdoppelt: Demnach waren im Jahr 2014 nach
Angaben der Bundesagentur für Arbeit 824.000 Männer und Frauen leihweise
beschäftigt. Inzwischen landet jeder Fünfte, der seinen Job verliert, in einer
Zeitarbeitsfirma.
gedacht, Auftragsspitzen mit Arbeitnehmern abzudecken, die sonst kaum Chancen
auf dem Arbeitsmarkt haben. Mittlerweile gibt es Leiharbeit jedoch vor allem
da, wo gute Gewinne gemacht werden. Oft werden Arbeitnehmerrechte beschnitten
und Löhne gedrückt, kritisieren die Gewerkschaften. Selbst in mittelständischen
Betrieben ist die Ausnahme längst zur Regel geworden. Vor allem die deutsche
Autoindustrie setzt auf Leiharbeit, jedoch ist laut einer Umfrage von
„Frontal 21“ bei deutschen Automobilherstellern der Einsatz von
Leiharbeitern sehr unterschiedlich. Die Große Koalition von CDU/CSU und SPD
wollte dem Missbrauch wieder strengere Regeln entgegensetzen. Doch bislang
fehlt ein Gesetz dazu. Frontal21 über Arbeitnehmer in Leiharbeit und die
Schwierigkeit für die Politik, das Rad zurückzudrehen.
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