Deutlich mehr Frauen würden gerne in Vollzeit arbeiten als noch vor ein paar Jahren. Das liegt nicht nur an veränderten Rollenbildern, sondern auch an der wirtschaftlichen Situation, wie eine Studie nun ergab. Und: Egal, wie viel Frauen arbeiten und wie sehr Männer sich um die Kinder kümmern – den Druck, beides unter einen Hut zu bringen, empfinden beide ähnlich, schreibt Violetta Simon. Sie berichtet über eine Studie von Pew Research über „Moderne Elternschaft“. Mehr als die Hälfte der Mütter und Väter fühlt sich von der Herausforderung, Familie und Job unter einen Hut zu bringen, gestresst. Violetta Simon verweist auf die erheblichen Verunsicherungen, die zu einem Charakteristikum „moderner“ Eltern zu werden scheinen:
„Was Müttern ebenso wie Vätern in ihrem Alltag besonders zu schaffen macht, ist der permanente Zeitdruck – 40 Prozent der Mütter und 34 Prozent der Väter fühlen sich der Studie zufolge permanent gehetzt. Und obwohl Väter heute dreimal so viel und Mütter doppelt so viel Zeit mit ihren Kindern verbringen wie vor 50 Jahren, sind sie extrem verunsichert: Durch die zahlreichen Anforderungen, denen sie gerecht werden müssen, zweifeln Eltern immer öfter, ob sie sich auch genug Zeit für ihre Kinder nehmen.“
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Immer wieder wird über „Privatisierungen“ berichtet. Der Zeitgeist der 1990er Jahren transportierte damals eine sehr positive Grundstimmung gegenüber Privatisierungen, wurde doch „dem Markt“ unterstellt, dass er bzw. die auf diesem operierenden privatwirtschaftlichen Unternehmen grundsätzlich effektiver und effizienter seien als der Staat oder gemeinnützige Anbieter. Nun hat sich das in den vergangenen Jahren sicher deutlich relativiert, nicht nur durch die Finanzkrise, sondern sicher auch durch ganz handfeste und oftmals ernüchternden Erfahrungen, die wir als Bürger mit den vielgepriesenen privatisierten Unternehmen machen mussten.
Viele Bürger werden aber sicher nicht wissen, wo überall privatisiert worden ist – Bereiche, die man einerseits aus dem Bauch heraus den Kernbereichen des hoheitlichen Handelns des Staates zuordnen würde und wo es andererseits gar keinen Wettbewerb zwischen miteinander konkurrierenden Unternehmen gibt oder geben kann, weil diese Einrichtungen oftmals als monopolistische Anbieter agieren (müssen). Nehmen wir als Beispiel zum einen privatisierte Psychiatrien, die zuvor als Landeskrankenhäuser in staatlicher Trägerschaft waren und als zweites Beispiel – man mag es prima facie nicht glauben – der Maßregelvollzug, wo psychisch kranke Straftäter weggesperrt werden.
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Das Online-Thema im März 2013 beim Deutschen Jugend-Institut (DJI): Kindertagespflege auf dem Prüfstand.
Darin auch ein Beitrag von mir und Nicole Kukula zum Thema „Leistungsorientierte Vergütung in der Kindertagespflege – Systementwicklung zwingend notwendig„.
Da war doch noch was – aber ja, das Betreuungsgeld, von manchen Personen mit defätistischer Grundeinstellung auch als „Herdprämie“ oder „Kita-Fernhalteprämie“ gebrandmarkt. Ab dem 1. August erhalten Eltern, die ihre Kinder im Alter von 13 bis 36 Monaten zu Hause betreuen, monatlich 100, später dann 150 Euro. Was war das vor einigen Monaten für eine Aufregung um diese neueste Variation des staatlichen Geldausgebens in Zeiten überall (angeblich) fehlender Mittel. Unter erheblichen Geburtswehen wurde das Betreuungsgeldgesetz im Bundestag nach einigen Verzögerungen von der schwarz-gelben Regierungsmehrheit durchgewunken, nachdem die CSU die Existenzfrage für die Koalition an der Realisierung dieser neuen Leistung festgenagelt hatte. Die Opposition hat nun diese Tage ihre neue Mehrheit in der Ländervertretung in dieser Frage in Stellung gebracht: Mit rot-grüner Mehrheit hat der Bundesrat einen Gesetzentwurf vorgelegt, der die Aufhebung des Gesetzes zum Betreuungsgeld fordert. Die Mittel würden andernorts gebraucht.
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