Herrlich – der Arbeitsmarkt und der deutsche „Qualitätsjournalismus“, das war und ist eine ganz besondere Beziehung. Diese Tage durften wir wieder einmal die – auf den ersten Blick auch nicht unberechtigten – Jubelmeldungen über das deutsche „Jobwunder“ in den Zeitungen lesen. Hintergrund war eine Pressemeldung des Statistischen Bundesamtes, nach der die Zahl der Erwerbstätigen im nun abgelaufenen Jahr 2012 einen erneuten Höchststand erreicht hat.
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Das neue (deutsche) Jahr macht leider einfach da weiter, wo das alte mit seinen Betreuungsgeld-, Kita-Desaster-, Rechtsanspruchs- und sonstigen Debatten rund um das Schlachtfeld Kinderbetreuung hätte aufhören sollen: „Kulturkampf um das Kindeswohl – Vom Schaden und Nutzen frühkindlicher Betreuung“, so ist die erste Hintergrund-Sendung des Deutschlandfunks in diesem noch sehr frischen Jahr 2013 übertitelt.
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Mit Blick auf die Arbeitsmarktentwicklung wird ja gerne vom „deutschen Jobwunder“ gesprochen. Bekanntlich hat jede Medaille zwei Seiten und viele Kritiker verweisen beispielsweise auf die zunehmenden psychischen Belastungen, denen diejenigen ausgesetzt sind, die einen Arbeitsplatz haben. Die teilweise sehr populär geführte Debatte über die stark steigende Zahl an „Burn-out“-Fällen mag ein Hinweis sein auf die Über- oder Vernutzung von Menschen auf bestimmten Arbeitsplätzen. Zumindest statistisch scheint sich dies belegen zu lassen.
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Interview
zum Thema „Neue Tricksereien in der Leiharbeitsbranche“ in der Sendung „Arbeitsplatz“
(SWR 1) am 22.12.2012, 14-15 Uhr