Interview zum Thema „Wird aus der Arbeitsagentur eine Weiterbildungsagentur?“ in der Sendung SWR Arbeitsplatz (SWR 1) am 22.09.2018
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»Eine Nachricht ging diese Woche nahezu komplett unter: Die Bundesagentur für Arbeit wird zu einer Art Weiterbildungsagentur umgebaut. Eine Grundlage dafür ist das so genannte „Qualifizierungschancengesetz“, das am Mittwoch auf dem Weg gebracht wurde. Weiterbildung für alle also? Wer profitiert davon? Und ist die Arbeitsagentur überhaupt qualifiziert dafür? Interview mit Stefan Sell von der Hochschule Koblenz.«

Interviewpartner in der Dokumentation „Immer länger arbeiten … Rente mit 70?“ (BR-Fernsehen) am 19.09.2018
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»Dieter, 59, und Rainer, 53 arbeiten auf dem Bau. Beide gehören zu den geburtenstarken Jahrgängen und arbeiten seit sie Teenager sind. Sie können sich nicht vorstellen, bis zu ihrem errechneten Rentenalter von 64 bzw. 65 weiterzuarbeiten. Doch jeder Monat, den sie früher gehen wollen, bedeutet Abschläge bei ihrer Rente. Aber nicht nur schwer körperlich arbeitende Menschen haben Sorge, ob sie bis zum vorgesehenen Rentenalter durchhalten. Auch Angestellte in der Verwaltung oder in sozialen Berufen kommen an ihre Grenzen. Ihre Herausforderung ist die Digitalisierung, die ständiges Umdenken und Fortbildungen erfordert. Wie lange können sie dem neuen Tempo standhalten? Wie können sie fit bleiben, damit ein vorzeitiges Ausscheiden nicht eine geringe Rente nach sich zieht? Zwischen Wirtschafts- und Sozial-Wissenschaftlern wird heftig diskutiert, wie zukunftsfähig unser Rentensystem in seiner jetzigen Form ist. Die Babyboomer der Jahrgänge 1955 bis 1966 bringen es an seine Grenzen. Müssen mehr Steuergelder in den Topf der gesetzlichen Rentenversicherung fließen? Oder braucht es sogar einen radikalen Umbau? Viele Warnzeichen zeigen, dass es höchste Zeit ist, das System auf den Prüfstand zu stellen. Denn die Polarisierung in der Gesellschaft steigt: Zwischen Gutverdienern, die es sich leisten können, früher in Rente zu gehen, und jenen, die nur niedrige Renten bekommen, aber bis zum Schluss durchhalten müssen. Wo sind die neuen Konzepte? Die Politik verweist auf die gerade eingerichtete Rentenkommission, deren Vorschläge sie abwarten will. Doch die Zeit drängt: Können wir wirklich alle länger arbeiten? Oder muss es ein flexibles Renteneinstiegsalter geben mit Ausgleichszahlungen zur Vermeidung von Altersarmut?«

Interview „Schon 2025 arbeiten Maschinen laut WEF-Studie mehr als Menschen: Wie muss sich der Arbeitsmarkt darauf einstellen?“ (SWR Aktuell) am 17.09.2018

Interviewpartner im Beitrag „Neue Billiglöhne bei „Real“: Abstieg auf Raten“ des Politikmagazins „Monitor“ (ARD) am 06.09.2018
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Die Warenhauskette „Real“ will neuen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern künftig deutlich weniger Lohn bezahlen als bisher. Was das Unternehmen „wettbewerbsfähige Entgeltstrukturen“ nennt, bedeutet für viele Angestellte schlicht Armut: Meist nur in Teilzeit beschäftigt, leben viele jetzt schon am Existenzminimum; künftig werden noch mehr Verkäuferinnen und Kassiererinnen zusätzlich Arbeitslosengeld II beantragen oder mit Nebenjobs um ihre Existenz kämpfen. Ein Beispiel für den alltäglichen sozialen Abstieg in Deutschland, der längst auch politische Folgen hat.