Es gibt
Tage, an denen häufen sich die Berichte aus dem deutschen
„Jobwunder“-Land, die einen anderen Blick ermöglichen – ein Blick auf
die Schattenseite, die jede Medaille hat. Auf die Ausfransungen und Untiefen
der modernen Arbeitswelt, die so gar nicht passen wollen in die
Erfolgsgeschichten und Jubelmeldungen.
Beginnen
wir mit rumänischen Arbeitsverträgen in einem bayerischen Schlachthof, der
einem niederländischen Konzern gehört.
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Seit
Monaten ist die Frage, wie der in weniger als einem Jahr im August 2013
„in Kraft treten sollende“ Rechtsanspruch auf einen Betreuungsplatz
ab dem vollendeten ersten Lebensjahr auch eingelöst werden kann (oder was
passiert, wenn das nicht passiert) Gegenstand einer heftigen öffentlichen
Diskussion. In diesem Kontext wurden gestern die neuen Zahlen zum Stand des
Ausbaus der Kindertagesbetreuungsangebote in Deutschland vom Statistischen
Bundesamt veröffentlicht.
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Heute wurden die neuen Zahlen zum Stand des Ausbaus der Kindertagesbetreuung für die unter dreijährigen Kinder vom Statistischen Bundesamt veröffentlicht: „27,6 % der unter 3-Jährigen zum 1. März 2012 in Kindertagesbetreuung – 220.000 Plätze fehlen noch„.
Dazu habe ich heute zwei Interviews gegeben:

Interview zum Thema „Die wirtschaftliche Situation der Tagesmütter und -väter“ im Themenschwerpunkt „Kindertagespflege“ auf DRadio Wissen, 06.11.2012
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Interview zum Thema in der Sendung „Meridian“ (HR 1) am 06.11.2012, 16:10 Uhr zu den wirtschaftlichen Auswirkungen der fehlenden Kita-Plätze
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05.11.2012, Berlin

„Selbstverständnis und Mitwirkung der Beteiligten des örtlichen Arbeitsmarktes:
Abnicken oder Gestalten?“

Vortrag auf der Fachtagung „Schön, dass wir darüber geredet haben?“ Mitwirkungsmöglichkeiten der Beteiligten des örtlichen Arbeitsmarktes in Beiräten und Verwaltungsausschüssen beim Bundesvorstand der Gewerkschaft ver.di

Alle reden gerne vom deutschen „Jobwunder“ – und der erste Blick auf die Arbeitsmarktzahlen in Deutschland – gerade vor dem Hintergrund dessen, was in den meisten anderen europäischen Staaten passiert – ist ja auch schwer beeindruckend. Die
Arbeitslosigkeit geht zurück, die Zahl der Beschäftigten – auch der sozialversicherungspflichtig Vollzeitbeschäftigten – ist angestiegen. Alle können zufrieden sein – aber offensichtlich doch nicht alle: Betrachtet man die Jahre von 2009 bis 2011, dann wird man feststellen, dass insgesamt die Arbeitslosenzahl um 13 Prozent gesunken ist – aber die Zahl der Langzeitarbeitslosen verringerte sich lediglich um ein Prozent auf 1,15 Millionen. Der Anteil der Langzeitarbeitslosen an allen registrierten Arbeitslosen hat sich sogar von 33,8 auf 37,5 Prozent erhöht.

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In den vergangenen Monaten ist der gesamte Bereich der privaten Altersvorsorge zunehmend in das Fahrwasser einer kritischen Berichterstattung geraten – und neben der Tatsache, dass vielen Arbeitnehmern schlichtweg ausreichend Geld fehlt, um
die Prämien zu irgendwelchen Altersvorsorgeprodukten der Finanzindustrie zahlen zu können, dämmert nunmehr auch immer mehr Menschen, auf was für ein schlechtes Geschäft sie sich einlassen sollen. Die Enttäuschung bei vielen ist bitter, gerade im Bereich der Riester-Rentenprodukte, hatte man doch bewusst oder unbewusst an der Seriosität dieser Produkte nicht gezweifelt, denn es handelt sich ja um eine quasi-amtliche Empfehlung, da sein Geld zu investieren. Nunmehr gibt es – für die Regierung und vor allem für die Finanzindustrie – alarmierende Nachrichten zu vermelden: Der Riester-Boom und damit das große Geschäft ist wohl vorbei.
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