Wenn es nicht zu traurig wäre, dann könnte man die Meldung „Die Kunden werden immer ärmer. Thüringens Sozialkaufhäuser sind derzeit gefragter denn je – weitere sind bereits in Planung“ mit einem gewissen Zynismus kontrastieren mit der Meldung der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK): „Kaufkraft 2013: Deutsche haben 554 Euro mehr“.
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26.01.2013, Darmstadt

„Prekäre Beschäftigung, Niedriglohn und Altersarmut“

Vortrag beim Politischen Jahresauftakt der IG Metall Rhein-Main
(Darmstadt/Frankfurt/Mainz-Worms/Offenbach/Wiesbaden-Limburg)

Derzeit ist wieder einiges los auf dem Arbeitsmarkt. Schauen wir uns als ein erstes Beispiel die unbefriedigende Situation mit den Branchen-Mindestlöhnen an. Immer wieder wird über zahlreiche Umgehungspraktiken der Arbeitgeber berichtet, die ihren Beschäftigten den ihnen zustehenden Mindestlohn verweigern. Besonders das Reinigungsgewerbe spielt hier eine unrühmliche Rolle, denn hier findet man sehr häufig illegales Arbeitgeberverhalten. Diese Tage lief im Abendprogramm der ARD der Unterhaltungsfilm „BlitzBlank“, in dem es um das besagte Reinigungsgewerbe ging. Am Ende des Filmes wurde dem Zuschauer ein Happy-End präsentiert, der ehemals ausbeuterische Chef hat ein Einsehen und zahlt seinen Mitarbeiter/innen einen besseren Lohn. Direkt im Anschluss wurden die Zuschauer dann im Wirtschaftsmagazin „Plusminus“ allerdings mit der Realität konfrontiert.
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Interviewpartner
im Beitrag „Im Westerwald wurden Langzeitarbeitslose verlost“ des
Politikmagazins „Zur Sache Rheinland-Pfalz!“ (SWR-Fernsehen) am 24.01.2013,
20:15 – 21:00 Uhr
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Eine
umstrittene Tombola auf dem Bendorfer Weihnachtsmarkt macht Schlagzeilen, denn
dort ging es nicht nur um Sachpreise, sondern auch um Dienstleistungen von
Langzeitarbeitslosen. Der private Bildungsträger DG Mittelrhein hat sie an
Firmen in der Region verlost. 

Interviewpartner
im Beitrag „Reinigungsfirmen umgehen Mindestlöhne“ des Wirtschaftsmagazins
„Plusminus“ (ARD) am 23.01.2013, 22:15 – 22:45 Uhr
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Obwohl
im Reinigungsgewerbe mittlerweile Mindestlöhne gelten, umgehen viele
Arbeitgeber diese Regelung. PLUSMINUS zeigt im Anschluss an die ARD-Komödie zum
Konkurrenzkampf im Reinigungsgewerbe, wie die Realität aussieht.

Rheinland-Pfalz hat eine Menge zu bieten – neben einer neuen Ministerpräsidentin vor allem guten Wein, lecker Essen und Sozialpolitik-Experten 😉 Jetzt wird dieses Bundesland eingehen in die Geschichte der Fallbeispiele. Denn was sich in dem rheinland-pfälzischen Bendorf zugetragen hat, ist meines Wissens eine bislang beispiellose Konkretisierung für so abstrakte Kategorien wie „Arbeitskraftunternehmer“, Vermarktung der eigenen Person, Marktorientierung der Arbeitsvermittlung – und deshalb gleich vorweg ein Plädoyer, die nun folgende Fallbeschreibung nicht sofort in die Rubrik „Sauerei“, „Skandal“ usw. abzubuchen, sondern die fast schon kristalline Offenlegung herrschender (Un)Verhältnisse am Arbeitsmarkt wahrzunehmen und entsprechend zu würdigen.
Worum also geht es? Ein privater Bildungsträger in Rheinland-Pfalz verlost auf dem jährlichen Weihnachtsmarkt Dienstleistungen älterer Langzeitarbeitsloser über eine Tombola an Firmen aus der Region.
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