Interview zum Thema „Immer mehr Asylbewerber und Armutsflüchtlinge in Deutschland“ im Wirtschaftsmagazin „Profit“ (WDR 5) am 12.10.2012, 18:00-18:30 Uhr
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Die Pflege hat es wirklich nicht leicht – also die von Pflegebedürftigkeit betroffenen Menschen und die Pflegekräfte sowieso nicht, aber hier ist die Pflege als Thema in den Medien gemeint. Wenn man die Art und Weise sowie die inhaltliche Aussagerichtung der Beiträge (vor allem) im Fernsehen, aber auch in Rundfunk und in den Printmedien analysiert, wird man feststellen, dass es in fast allen Fällen um eine skandalisierende oder zumindest eine eher negative Berichterstattung über die Zustände in der Pflege geht. „Pflegenotstand“, Personalmangel in der Pflege, Abzocke – um nur einige der Headlines herauszugreifen.

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Seit einiger Zeit kursiert eine neue Sprachschöpfung durch die Diskussionslandschaft: „Energiearmut“. Das hat den gleichen Wiedererkennungswert wie „Bildungsarmut“, wobei bei letzterer vor allem die Armut an formaler, zertifizierter Bildung gemeint ist – also beispielsweise ein niedriger oder gar fehlender Schul- und Berufsabschluss. Was unmittelbar eine Karriere als Transferleistungsempfänger zur Folge haben muss, wenn man den einschlägigen Befunden Glauben schenkt.
„Energiearmut“ bei uns ist ein relativ neuer Begriff, der es aber schon zu einem eigenen Eintrag bei Wikipedia gebracht hat.

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Schon mal den schönen Begriff „Fleckerlteppich“ gehört? Das ist die österreichische Variante des föderalen Regelungsdurcheinanders, von dem wir in Deutschland ein lautes und langes Lied singen können und müssen, vor allem in Fragen der Bildung und Betreuung. Und in den vergangenen Monaten hat sich bei uns bekanntlich eine intensive Debatte entwickelt über die Frage der (Nicht-)Umsetzung des Rechtsanspruchs auf einen Betreuungsplatz für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr ab August 2013 und die damit verbundenen Bedarfe an pädagogischen Fachkräften – eine ähnliche Debatte gibt es in unserem Nachbarland Österreich, wobei die auf der Altersachse höher angesiedelt sind, bei denen geht es primär um einen Ausbau der „klassischen“ Kindergartenbetreuung, im Krippenbereich steht Österreich noch schlechter da als Deutschland.
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„Sie sollen anderen in die ‚Mitte der Gesellschaft‘ verhelfen und werden dabei selbst ins soziale Abseits befördert,“ so Ralf Wurzbacher in einem Artikel über die Lehrkräfte für Integrationskurse. Die Gewerkschaft GEW spricht in einem „Schwarzbuch“, das diese Woche veröffentlicht worden ist, von Ausbeutung in „staatlicher Regie“. Die Politik sieht die Integrationskurse als eine große Erfolgsgeschichte, deren Einführung war eine zentrale Neuerung des 2005 in Kraft getretenen Zuwanderungsgesetzes. Es geht um die Unterweisung in der deutschen Sprache und eine Vermittlung staatsbürgerlichen Grundwissens. Aber wie so oft hat die Sache eine Kehrseite – und die betrifft vor allem die Menschen, die das leisten sollen. Die Gewerkschaft GEW spricht von „Wildwestmethoden“ bei den Arbeitsbedingungen der Lehrkräfte.
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