Studiogast in der Sendung „Der Tag“ (Phoenix) zum Thema „Bundesarbeitsminister Heil stellt die Rentenkommission vor“ am 03.05.2018

Mainz, 30.04.2018

Lohn der Arbeit!? Wenn am Ende des Erwerbslebens Armut droht

Vortrag beim Empfang am Vorabend zum Tag der Arbeit des Referats Berufs- und Arbeitswelt im Bistum Mainz sowie der beiden kirchlichen Sozialverbände Katholische Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) und Kolpingwerk

Beginn ist mit einem Gottesdienst mit Bischof Peter Kohlgraf im Mainzer Dom um 18.00 Uhr. Beim anschließenden Empfang im Tagungszentrum Erbacher Hof wird Prof. Dr. Stefan Sell, Professor an der Hochschule Koblenz zum Thema „Lohn der Arbeit!? – Wenn am Ende des Erwerbslebens Armut droht“ sprechen. Im Anschluss findet eine Aussprache mit den Gästen statt, die Claudia Deeg vom Südwestrundfunk moderieren wird. Im Rahmen des Empfangs ist die Ausstellung „Altersarmut stoppen – Rente sichern“ zu sehen, die reale Fälle von Altersarmut dokumentiert. Die Ausstellung wurde vom Fototeam Hessen e.V. erarbeitet und wird vom Referat Berufs- und Arbeitswelt unterstützt.
An der Diskussion nehmen teil:
– Prof. Dr. Stefan Sell. Hochschule Koblenz
– Dr. Alexander Dombrowsky, Landesvereinigung der Unternehmerverbände Rheinland-Pfalz, (LVU)
– Horst Gobrecht, ver.di Südhessen, Fachbereich Handel
– Hans-Peter Greiner, Diözesanvorsitzender der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB)
– Max Zeiher; IG Metall Jugend, Darmstadt
– Ingrid Reidt, Katholische Betriebsseelsorge

Neue Veröffentlichung:

Stefan Sell (2018): Arbeitsmarktentwicklung – alles gut? Deutschland zwischen Jobwunder und Jobdilemma, in: Blätter der Wohlfahrtspflege, Heft 2/2018, S. 43-46

Neue Veröffentlichung:

Stefan Sell (2018): Verteilungskrämpfe ganz unten. Diesseits und jenseits der Essener Tafel, in: Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (Hrsg.) (2018): Aktiv gegen Armut im Alter. Mehr Gerechtigkeit für jedes Alter. Ein Leben ohne Angst vor Armut, Münster 2018, S. 19- 30

Ein Werkbuch der Landesseniorenvertretung NRW mit Projektbeispielen, Informationen und Handlungsimpulsen
» Das Buch als PDF-Datei
»Die häufige Verbindung von Armut und Einsamkeit führt immer wieder zu der Frage, wie die betroffenen Menschen erreicht werden können. Das war einer der beiden Impulse, die die Landesseniorenvertretung über die Verabschiedung von Empfehlung gegen Altersarmut zur Herausgabe dieses Werkbuchs führten. Ein weiterer ist generationenübergreifend: Die Landesseniorenvertretung sah und sieht sich als Teil des Generationenverbundes. Ihr Blick auf das Thema Armut ist nicht allein auf die Älteren ausgerichtet, sondern sie bezieht auch die anderen Generationen und Gruppen ein, vor allem die jungen Menschen.
Aus diesen Blickwinkeln heraus wurden auf der Grundlage eines umfassenden Ansatzes beispielhafte Projekte gegen Altersarmut zusammengetragen: Von tatkräftigen Hilfen aus der Praxis bis zur Erkundung und Benennung von Ursachen. So ist dieses Werkbuch einer unabhängigen, politischen Interessenvertretung entstanden. Bei aller differenzierten Betrachtung unterschiedlicher Positionen wird stets der Blick auf die Menschen gerichtet, die von Armut betroffen sind. Für sie wird Position bezogen. Ein solch umfassender Ansatz ist möglich vor dem Hintergrund langjähriger Erfahrung und einem langen Atem bei der Entwicklung und Setzung sozialer Themen, wie sie der Landesseniorenvertretung eigen sind. Unverzichtbar ist dafür auch, dass kontinuierliche ehrenamtliche Arbeit durch qualifizierte Begleitung und Unterstützung ermöglicht und gesichert wird. So kann unabhängige politische Partizipation gelingen, die einen Beitrag zur Demokratiestärkung leistet.« 

Interviewpartner im Beitrag „Geschönte Arbeitsmarktstatistik“ des Politikmagazins „Westpol“ (WDR-Fernsehen) am 29.04.2018

» Video
Seit Jahren feiert sich die Politik für sinkende Arbeitslosenzahlen in Deutschland . Wer sich die Statistik jedoch genau anschaut, stellt fest, dass bestimmte Gruppen herausgerechnet werden, obwohl sie eigentlich arbeitslos sind. Dies hat gravierende Folgen für politische Entscheidungen, denn je weniger Arbeitslose es offiziell gibt, desto weniger Gelder werden für arbeitsmarktpolitische Programme und staatliche Unterstützung bereit gestellt. Experten und Wohlfahrtsverbände fordern endlich mehr Ehrlichkeit.